Das Morse-Alphabet

Die Möglichkeit, Botschaften über weite Entfernungen schnellstmöglich zu übermitteln, war bereits im Altertum entwickelt worden. Eines der ältesten überlieferten Zeugnisse hierfür ist bereits im Alten Testament zu finden: „Er stellt ein Feldzeichen auf für ein Volk in der Fremde, er pfeift es herbei vom Ende der Erde, und schon kommen sie eilig heran.“ (Jesaja, 5,26)

Die Übertragung erfolgte dabei entweder – wie in diesem Beispiel aus dem Alten Testament – über Fahnen, die auf hochgelegenen Punkten gehisst wurden (Hügel, Türme etc.) oder über Feuer- und Rauchzeichen, die auch in weiter Ferne noch gut sichtbar waren.

Über die Jahrhunderte hinweg wurden immer ausgefeiltere Methoden entwickelt, um auch komplexere Botschaften senden zu können, bis schließlich eine neue Erfindung die Fernschreibung revolutionierte:

Der Amerikaner Samuel Morse (1791-1872) meldete im Jahr 1837 ein Patent auf den von ihm entwickelten elektromagnetischen Telegraphen an, der nicht nur verblüffend einfach aufgebaut, sondern auch leicht zu bedienen war.

Der Fernschreiber des Samuel Morse

Das Prinzip dieses Fernschreibers ist, das mit einem Stift, der mit einem durch Strom bewegten Elektromagneten verbunden ist, Linien auf einen vorbeiziehenden Papierstreifen geschrieben werden. Die Länge des Striches lässt sich dabei mittels kürzerer oder längerer Stromstöße manuell steuern.

Durch das neu entstandene Netz an Telegraphenleitungen konnten somit Nachrichten in kürzester Zeit auch in weit entfernte Orte verschickt werden – ohne auf den langsameren Postweg angewiesen zu sein.

Durch das Morse-Alphabet, das übrigens auf der ganzen Welt einheitlich verwendet wird, können diese unterschiedlich langen Linien zurück in lateinische Buchstaben übersetzt werden.

Um die einzelnen Buchstaben auseinanderhalten zu können, die mittels des Morse-Apparats übermittelt werden, wird nach jedem geschriebenen Morse-Zeichen eine kleine und nach jedem vollständigen Wort eine größere Pause gelassen. Sonst wäre es nahezu unmöglich, aus der großen Menge an Punkten und Strichen einzelne Buchstaben, Zahlen oder Satzzeichen herauszulesen.

Die Morse-Schrift ist natürlich nicht ausschließlich auf die elektromagnetischen Fernschreiber festgelegt. So werden beispielsweise in der Schifffahrt auch heute noch Nachrichten von Schiff zu Schiff oder an Land per Lichtzeichen im Morse-Alphabet weitergegeben.

Das Morse-Alphabet

Um Ihnen beim Erlernen der Morse-Zeichen behilflich zu sein, haben wir hier für Sie das vollständige Alphabet zusammengestellt.

a• −o− − −
ä• − • −ö− − − •
b− • • •p• − − •
c− • − •q− − • −
ch− − − −r• − •
d− • •s• • •
eß• • • − − • •
f• • − •t
g− − •u• • −
h• • • •ü• • − −
i• •v• • • −
j• − − −w• − −
k− • −x− • • −
l• − • •y− • − −
m− −z− − • •
n− •@ *• − − • − •

* Das @-Zeichen ist übrigens das jüngste Mitglied der Morse-Familie, es wurde erst im Jahre 2004 eingeführt, um auch E-Mail-Adressen vereinfacht morsen zu können.

Zahlen, Schrift- und Sonderzeichen des Morse-Alphabets

Natürlich kann man mit der Morse-Schrift nicht nur Buchstaben übermitteln, sondern auch Zahlen und Satzzeichen. Lesen Sie nun, welche Codes hierfür gelten.

0− − − − −.• • • • • •
1• − − − −,• − • − • −
2• • − − −;− • − • − •
3• • • − −:− − − • • •
4• • • • −?• • − − • •
5• • • • •!− − • • − −
6− • • • •• − • • − •
7− − • • •• − − − − •
8− − − • •/− − − − − −
9− − − − •(− • − − •
+• − • − •)− • − − • −
− • • • • −_• • − − • −
=− • • • −&• − • • •

Autor des Artikels: Christoph Gollub


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